Whitepapers
11. August 2026
Die Steuerreform, die den österreichischen Markt für Firmen-BEVs neu gestalten könnte
Wie Österreichs Sachbezugsregelung für E-Fahrzeuge die Flottenpolitik, die Betriebskosten und das künftige Angebot an gebrauchten Elektrofahrzeugen verändern könnten
Der österreichische Markt für Firmenfahrzeuge steht vor einer Phase struktureller Veränderung. Der vorliegende Entwurf zur Änderung der Sachbezugswerteverordnung sieht vor, die bisherige vollständige Sachbezugsbefreiung für elektrische Firmenwagen ab 2027 einzuschränken. Vorgesehen ist zunächst ein Sachbezug von 0,375 % der Anschaffungskosten, begrenzt auf 180 Euro monatlich; ab 2028 soll dieser auf 0,625 % beziehungsweise maximal 300 Euro steigen.
Der neue Rahmen würde elektrische Firmenwagen für Beschäftigte weniger attraktiv machen, ihren deutlichen Steuervorteil gegenüber Benzin- und Dieselfahrzeugen jedoch nicht beseitigen. Die Reform könnte daher vor allem beeinflussen, wie Unternehmen ihre Flotten elektrifizieren – von Fahrzeugbudgets und Modellauswahl über Vertragslaufzeiten bis hin zu Eigenbeiträgen und Haltedauern. Diese Entscheidungen werden wiederum das künftige Angebot, die Zusammensetzung und die Restwertentwicklung gebrauchter Elektrofahrzeuge prägen.
In diesem Whitepaper analysiert Indicata die möglichen Auswirkungen der Reform auf den österreichischen Firmenwagen- und Gebrauchtwagenmarkt. Es beleuchtet unterschiedliche Entwicklungsszenarien bis 2032 und zeigt die strategischen Konsequenzen für Flottenbetreiber, Leasinggesellschaften, Hersteller, Händler und Remarketing-Experten auf.